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Neben
den Synagogen als Stätten des Gebets sind die Friedhöfe die wichtigsten
Stätten der jüdischen Religion.
Denn
hier, wo die Verstorbenen ihre ewige Ruhe finden, gedenkt man den
Angehörigen. Jedes Entziffern eines Namens auf einem der Grabsteine
bedeutet ein Erinnern.
Der
jüdische Friedhof an der Lütticher Straße entstand nach 1822. Aber erst
7 Jahre später wurde die erste Beisetzung vorgenommen. Der im Laufe
seines Bestehens mehrfach erweiterte Platz ist heute bis auf einige
wenige Stellen komplett belegt.
Im
Laufe der Entwicklung haben die Grabstätten ihr Erscheinungsbild
verändert. Manche sind ein Beleg dafür, daß um die Jahrhundertwende eine
Epoche der Anpassung an christliche Gebräuche stattgefunden hat. So hat
man Grüfte gebaut und die strenge Ausrichtung der Gräber nach Osten
aufgegeben.
Neben
den kunsthistorischen Aspekten sind es aber immer auch die Erinnerungen
an Menschen, die das öffentliche Leben als Arbeitgeber, als
Bibliothekare, als Stadtverordnete oder Lehrer geprägt haben.
Der
historische jüdische Friedhof an der Lütticher Straße ist ein wichtiger
Beleg für die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Aachen. |