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1605 wurde an der heutigen Monheimsallee ein kleiner
Friedhof für Protestanten angelegt.
Die Bezeichnung „Möschebendchen“ klingt romantisch und
wurde im Aachener Dialekt zum Synonym für Friedhöfe.
Vor fast einhundert Jahren wurde aus dem Ort der Trauer
ein kleiner Park, dessen hohe Mauer die stille Oase vorm tosenden
Verkehr schützt.
Nur noch eine Handvoll Grabsteine stehen heute auf der
grünen Wiese. Die verschnörkelten Inschriften sind trotz der
Verwitterung noch zu entziffern. Man liest Namen von Familien, die in
der Aachener Stadtgeschichte ihre Spuren hinterlassen haben. Zitate aus
der Bibel zeugen von tiefem Glauben. Andere Texte beschreiben die
Achtung der Kinder für ihre Eltern und die Liebe des Ehemanns für seine
Gattin.
Auf dem Friedhof hat vor dem Krieg eine Kapelle
gestanden. Von den Anglikanern in der Couvenstraße errichtet, diente sie
am neuen Standort den Altkatholiken als Gebetsstätte. Von den
Anglikanern, die Bad Aachen aufsuchten, um hier von ihren Krankheiten zu
genesen, zeugen auch heute noch einige eigentümliche Grabsteine.
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