Mit offenen Augen spazieren gehen -Aachen nicht nur für Oecher

Startseite Aktuell Veranstaltungen Persönliches Aachen

Vortragsreihe "Formen Sehen - Kunst Verstehen"
Baugeschichte und Design

Der Brutalismus
Planung-Aufbau-Fortschritt in Aachen zwischen 1960 und 1980

6 Vorträge fanden jeweils Donnerstags statt
im Forum der VHS Aachen:



 

Wann endet eigentlich der Wiederaufbau? Gibt es noch einen Stil nach der Moderne? Wie entwickelt sich das Design in den Zeiten nach der Schmetterlingsbrille? 

Man hat sich an die Gebäude gewöhnt, die einem auf dem täglichen Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen begegnen. Und doch ist diese Periode umstritten.

Inzwischen schreibt man das Jahr 2011 und niemand kommt heute auf die Idee, so zu wohnen und sich so zu kleiden wir vor 35 Jahren. Vieles hat sich seither verändert. Computer, Internet und neue Werkstoffe erobern den Alltag und beeinflussen selbst die Planungen der Architekten und Designer.

Es ist noch nicht allzu lange her, da waren schrille Farben, riesige Blumenmuster und Waschbetontafeln der letzte Schrei. Was ist inzwischen nicht schon alles davon auf den Müll gewandert.

Selbst vor den mächtigen Bauten aus dem scheinbar ewig haltbaren Beton machen die Abrissbirnen nicht halt. Ein Grund mehr, sich einmal näher mit den beiden Jahrzehnten zwischen 1960 und 1980 auseinanderzusetzen.

Viele Schöpfungen der Architekten springen einem nicht nur in Aachen jeden Tag ins Auge. Neben den Hochhäusern mit den Studentenwohnungen sind es die große Halle des Bushofs und das Klinikum mit seiner unter Schutz gestellten Fassade.

Im Rahmen einer Vortragsreihe in diesem Semester werden die wichtigsten Tendenzen vorgestellt und an Bild-Beispielen erläutert.

Die Themen der einzelnen Vorträge sind in sich abgeschlossen.


Der aktuelle Termin sowie alle folgenden
im Einzelnen:

*****************************************

am Donnerstag, 24. Februar 2011 hat stattgefunden:

1. Olympiastadion und Kreuzbau
Lösungen für die Bauaufgaben der Bundesrepublik

Schon 2009 beschäftigte sich das „M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst“ in Gelsenkirchen mit dem Thema. 

Vor allem die öffentlichen Bauten wie die Bauten wie das Kanzleramt oder auf dem Olympiagelände in München standen im Blickpunkt des öffentlichen Interesses und haben Maßstäbe für viele andere Entwürfe gesetzt.

Anscheinend dominierten Beton als Baumaterial sowie Verdichtung zur Großform und das Cluster eine Periode, in denen die Zeitgenossen des Wirtschaftswunders fortschrittlich Bauten wollten.

Anhand von ausgewählten Beispielen werden Architekten wie Alvar Aalto, Gottfried Böhm oder Hans Hollein vorgestellt.


Zum Veranstaltungskalender



am Donnerstag, 17. März 2011 hat stattgefunden:

2. Backenzahn und Häkelfassade
Tendenzen der öffentlichen Gebäude

Der Blick auf Aachen und die zahlreichen Bauaufgaben haben mit den Kirchenbauten wie St. Hubertus, St. Marien oder dem ev. Martin-Luther-Haus nur einen deutlichen Schwerpunkt.

In unmittelbarer Nachbarschaft versuchen sich die damals avantgardistischen Bauten wie Kaufhaus Horten mit seiner Fassade aus den vorgefertigten Elementen und der Bushof mit seinen massiven Betonfertigelementen neben dem wiederaufgebauten alten Kurhaus zu behaupten.

Mit den Aufträgen für Bauten für die RWTH wie der zentrale Hörsaalkomplex „Kármánforum“ und die Verwaltungsbauten der Versicherungen und Industrie kommen namhafte Architekten wie Volkhammer und Wetzel oder HPP Hentrich-Petschnigg & Partner  nach Aachen.

Bei den Aufträgen der Stadt stehen die großen Projekte für Gesamtschulen und Berufskollegs sowie die ASEAG im Vordergrund.

 

Zum Veranstaltungskalender


 

am Donnerstag, 14. April 2011 hat stattgefunden

3. Mini, Midi und Maxi
Wohnwelten und Modevielfalt für Teens und Twens

Selten waren die Möglichkeiten, um seine Wohnung zu gestalten, reicher als in den Jahren des Wirtschaftswunders.

Man konnte sich etwas leisten und trennte sich vom alten Inventar. Neue, häufig nachgemachte Stilmöbel waren beliebt als wertstabile Anschaffung.

Wer als „68er“ auf die Barrikaden ging, kombinierte seine Möbel vom Sperrmüll beispielsweise mit dem Sitzsack „sacco“ oder einem Flokati.

Dazu kleidete man sich modern: mit Schlaghosen, wallenden Mänteln, Parkas aus Armeebeständen und Schuhen mit Plateausohlen.

Mary Quant setzte mit dem von „Twiggy“ präsentierten Minirock Maßstäbe, die nach einer Welle der Empörung auch von denen dankbar aufgenommen wurden, die nicht die Figur dazu hatten.

Zum Veranstaltungskalender


 

   
 



  

am Donnerstag, 19. Mai 2011 hat stattgefunden:

4. Stadtteil-Sanierung und Trabantenstadt
Schöner Wohnen für jedermann

Nicht nur bei den repräsentativen öffentlichen Bauten spielte das Thema „Großprojekt“ eine wichtige Rolle.
Es ist die Zeit der Trabantenstädte.

In Aachen entstehen sie in Hanbruch, Driescher Hof und Preuswald und mit der Fertigstellung des Klinikums auch auf Gut Kullen.

Hochhäuser hingegen, die sich in vielen Städten zu einer Skyline zusammenfügen, bleiben mit dem Iduna-Hochhaus am Europaplatz und den Studententürmen an der Rütscherstraße eher die Ausnahme.

Während moderne Einfamilienhaussiedlungen eher am Stadtrand zu finden sind, wird in der Innenstadt eine durchgreifende Stadtteilsanierung umgesetzt.

In die Jahre gekommener, aber preiswerter Wohnraum wird luxuriös modernisiert. Die vor die Neubauten platzierten historischen Fassaden prägen ganze Straßenzüge


Zum Veranstaltungskalender

am Donnerstag, 9. Juni 2011 hat stattgefunden:

5. Viel Pop und ein Schuß Futurismus
-aufregendes Design für Gebrauchsgegenstände

Inzwischen hatte sich das Berufsbild des „Designers“ durchgesetzt. Ihre Entwürfe sollten den Spagat zwischen praktischem Wert, Materialgerechtigkeit und erschwinglichem Preis erfüllen.

Da gibt es nicht nur die „Tulip Tables“, sondern auch überdimensionale Kakteen als Garderobenständer.

Vieles orientiert sich an den herrschenden Strömungen der Gegenwartskunst. Poppig bunt bis experimentell verspielt.

Fernsehsendungen wie „Raumschiff Enterprise“ erlauben den Blick ins das noch so ferne Jahr 2000.

Vieles ist wieder in der Versenkung verschwunden. Doch Entwürfe der Firmen Braun, Olivetti, Knoll und vieler anderer haben sich etabliert und werden schon lange in den Designmuseen der Welt bestaunt.


Zum Veranstaltungskalender

            
 

am Donnerstag, 7. Juli 2011 hat stattgefunden:

6. Super-C und Glaspassage
Gegenwarts-Architektur und jüngste Entwicklungslinien

Irgendwann war man der massiven Betonkuben und die ausgestorbenen Wohnmaschinen überdrüssig geworden.

Wie zur Zeit der „Romantik“ im frühen 19. Jahrhundert sehnte man sich zurück nach „der guten alten Zeit“. Bei den Fassaden tauchen ganz plötzlich wieder Säulen, Erker und „Couvenfenster“ wieder auf. Architekten machen sich auf und spüren die letzten Lücken der Kriegszerstörungen auf.

Dem gegenüber wirken die Entwürfe für das neue Kaiserbad am Büchel und das „Super C“ am Templergraben mit seinem weit auskragenden Dach erst einmal befremdlich. Es dauert Monate, bis sich die Proteste legen und man sich aneinander gewöhnt hat.

Mit dem Blick auf die Nachbarn, vor allen Dingen in den Niederlanden und natürlich auf den Ausbau der Hauptstadt Berlin entsteht eine weitere neue Phase. Plötzlich sind die Außenwände nur noch gläserne Hüllen mit Blick auf Modehäuser und unaufgeräumte Büros.

Die Stadtbilder verändern sich scheinbar jeden Tag – auch wenn es manchmal dauert, bis etwas in Gang gesetzt wird. Ehe man sich versieht, kann sich keiner mehr daran erinnern, was noch vor Monaten auf einem bestimmten Grundstück gestanden hat. Wie gut, daß es die Baugeschichte gibt, die auch die vielen kleinen Veränderungen dokumentiert.


Zum Veranstaltungskalender

Zum Veranstaltungskalender

  duxitineris Dr. Ing.Holger A. Dux
Schumacherstraße 6; 52062 Aachen Tel: 0241/90 20 36

Diese Internetseite ist für den Internet-Explorer ab 7.0 mit Bildschirmauflösung von 1024x768 Pixel optimiert.