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Vortragsreihe "Formen Sehen - Kunst Verstehen"
Baugeschichte und Design

Die Romanik
6 Vorträge, haben vom Februar bis Juni 2009 stattgefunden.

Die Romanik, so sagt schon der Name, wird eindeutig von den Traditionen der Römer beeinflusst.
Sie beginnt in der Mitte des 8. Jahrhunderts und endet nach fast 500 Jahren mit dem Tag der Grundsteinlegung zum Neubau des Doms in Köln. Während dieser langen Zeit entstanden in der Maas-Rhein-Region zahlreiche Bauten, die bis heute zu genutzt werden.

Aus der schweren, von der Wand bestimmten Basilika, entwickelt sich im Laufe der Zeit eine beinahe verspielte Architektur mit hellen, filigranen Apsiden. Die Romanik läutet das Mittealter ein. In dieser Zeit bestimmt die tiefe Gläubigkeit der Zeitgenossen alle Bereiche der Kunst wie Architektur, Goldschmiedearbeiten und Schnitzereien.
                            

Ausgesuchte Bildbeispiele illustrieren die Inhalte der Vorträge. Die Themen der Reihe sind in sich abgeschlossen.
 

 

1. Einführung
Wie erkenne ich Romanik?

Zu Beginn der Vortragsreihe sollen die typischen Erkennungsmerkmale
für Kunstwerke dieser Epoche vorgestellt werden. Denn es gibt ganz  grundlegende Gestaltungsweisen, die immer wieder angewendet werden.  Kirchengrundrisse, Gewölbe, Fenster, Säulen und Schmuckelemente werden  von den, in der Regel nicht näher bekannten Handwerkern, variiert und  kombiniert. Diese Grundelemente fügen sich zu einem Gesamtbild zusammen.  Man erkennt Parallelen, aber auch immer wieder reizvolle individuelle  Strukturen. Die wichtigsten Details und Fachbegriffe werden hier vorgestellt  und erläutert.

hat am Mittwoch, 4. Februar 2009 stattgefunden

                                            
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2. Romanische Architektur in der Region -Teil I

Der Bau der Pfalz Karls des Großen in Aachen  rückt diesen Ort, nachdem er seit dem Wegzug  der Römer mehr und mehr in Vergessenheit  geraten war, wieder in den Mittelpunkt.

Die private Pfalzkapelle, auf achteckigem  Grundriss gebaut, bildet heute noch den Kern  des Aachener Doms.

Im Zuge der Christianisierung entstehen  größere und kleinere Gotteshäuser in der  gesamten Umgebung, Sie werden immer von  Generation zu Generation gepflegt und bisweilen  nach den Kriegszerstörungen  vollständig wieder aufgebaut.

Vergleicht man die Standorte, dann wird  deutlich, dass seinerzeit keine Grenzen  vorhanden waren. In Maastricht, Lüttich oder  Köln findet man daher imposante kreuzförmige  Basiliken, Klosterkirchen und Kapellen.

hat am Mittwoch, 4. März 2009 stattgefunden

                      
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3. Goldschmiedearbeiten und Schmuck
in der Romanik

Viele der damals entstandenen prachtvollen Kunstwerke aus Gold und  Edelstein sind wegen ihre Bedeutung für die Menschen erhalten geblieben. Seit  ihrer Entstehung werden sie wie Augäpfel gehütet und entgingen Feuersnöten  und kriegerischen Überfällen.

Schreine, Prunkwaffen, Kronen oder Amulette sind oft mit Legenden und  Wundertaten verknüpft. Erst seit den letzten Jahrzehnten dürfen sie aus  konservatorischen Gründen nur noch in Ausnahmefällen benutzt werden. Dafür  verstauben sie nicht in Schränken, sondern bilden die Hauptattraktionen der  Schatzkammern und Kunstmuseen.

hat am Mittwoch, 1. April 2009 stattgefunden

                                    
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4. Romanische Architektur in der Region -Teil II

Ausgehend von den frühesten Bauwerken wird  nun der Bogen geschlagen zu den Beispielen der  Spätromanik. Neue Tendenzen der  Bauweisen erreichen zuerst die großen  Handelszentren.

Wandernde Mönche verbreiten die den  Ordensregeln angepassten Muster. Am  sogenannten „Rheinische Übergangsstil“ lassen  sich beim genauen Hinschauen schon erste  Spuren der Gotik erkennen.

Hier wird deutlich, dass man alleine mit dem  Hinweis auf den „Rundbogen“ nicht die Romanik  charakterisieren kann.

Neben den zahlreichen Kirchen gibt es nur eine  kleine Gruppe von Profanbauten. Befestigte  Wohntürme, Verteidigungsanlagen wie  Stadtmauern und das eine oder andere aus  Stein errichtete Wohnhaus zeigen noch heute,  dass auch hier allmählich ein Wandel in der  Bauweise einsetzt.

hat am Mittwoch, 29. April 2009 stattgefunden

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5. Kleiderstil und Lebenswelten in der Romanik

Wegen des hohen Alters und ohne Fotografien sind die erhaltenen  mittelalterlichen Kleidungsstücke vergleichsweise schlecht dokumentiert. Nur  auf den Zeichnungen und Buchillustrationen kann man erkennen, wie Mann und  Frau seinerzeit gekleidet waren.

Einblicke in Innenräume zeigen, dass viele Möbel, die heute selbstverständlich  geworden sind, damals noch gar nicht bekannt waren. Im Alltag werden  einfache Speisen verzehrt, für deren Zubereitung ein Topf, ein Teller oder ein  Messer genügen.

Viel interessanter sind hingegen die für bestimmte Kulthandlungen wie  Gottesdienste oder Krönungen entwickelten Gegenstände, die den heutigen  Betrachter zu einem detaillierteren Bild der Epoche führen.

hat am Mittwoch, 27. Mai 2009 stattgefunden

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6. Neoromanik
-der Rundbogenstil lebt weiter

Mit dem ersten Auftreten der eleganten und  leichten Formen der Gotik in Frankreich wird  quasi über Nacht ein neuer Stil modern. So Geld  vorhanden war, hat man ältere Bauten  umgebaut, erweitert und modernisiert.

Erst im 19. Jahrhundert führt die Romantik zu  einer Rückbesinnung auf uralte Lebens- und  Bauformen. Schinkel und die Preußen entwickeln  einen Rundbogenstil, der vor allen  Dingen vom Rotstift bestimmt wird.

Im Zeitalter der Industrialisierung baut man, in  Anlehnung an das tiefgläubige Mittelalter wieder  romanische Basiliken. Aber auch die  Hauptpost in Aachen, Verwaltungsgebäude, und  Grabstätten  prunken mit Skulpturen,  Würfelkapitellen, Lisenen und Rundbogenfriesen.

So wird eine längst untergegangene Epoche mit  neuem Leben gefüllt und liefert die Vorbilder aus  einer scheinbar „besseren Vergangenheit“.

hat am Mittwoch, 24. Juni 2009 stattgefunden

                  
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Zum Veranstaltungskalender

  duxitineris Dr. Ing.Holger A. Dux
Schumacherstraße 6; 52062 Aachen Tel: 0241/90 20 36

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