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Vortragsreihe "Formen Sehen - Kunst Verstehen"
Baugeschichte und Design

Die Renaissance
6 Vorträge   ab Mittwoch, 1. September 2010    17.00-18.30 Uhr



 

Die Wiedergeburt der antiken Welt der Griechen und Römer kann nur in Italien stattfinden. Dort haben die Künstler genügend Beispiele vor Augen. Erstmals spielt der Mensch als Individuum eine weitaus größere Rolle als die Gemeinschaft. Nur so ist es zu verstehen, wenn Künstler plötzlich mit ihrem Namen ein Werk signieren.

Ein noch heute in vielfältiger Weise genutztes Symbol für den Menschen als Mittelpunkt der Schöpfung ist die berühmte Proportionsstudie Leonardo da Vincis aus dem Jahre 1492. Jeder, der eine italienische 1 Euro Münze in der Geldbörse hat, weiß wie sie aussieht.

Mit der Renaissance wird der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit geschrieben. Wissenschaftler erforschen alltägliche Phänomene und suchen nach Erklärungen. Die Natur wird nicht detailgetreu abgebildet, sondern in allem übertroffen.

Dazu bedienen sich die Gestalter bestimmter Gestaltungsprinzipien und Bauformen, die im Rahmen der Vortragsreihe vorgestellt und an Bild-Beispielen erläutert werden sollen.

Die Themen der einzelnen Vorträge sind in sich abgeschlossen. Wenn Sie sich vorab zu allen sechs Veranstaltungen anmelden, beträgt die Teilnahmegebühr nur 20 €.

Veranstalter: Volkshochschule Aachen; 
VHS Aachen, Peterstraße 21-25, Forum; Raum 241
Entgelt: 4,- €/k.E. je Vortrag (Abendkasse)

Wenn Sie sich vorab zu allen sechs Veranstaltungen anmelden, beträgt die Teilnahmegebühr nur 20 €.
Kurs: VHS AD 10304 - 10309

Der aktuelle Termin sowie alle folgenden
im Einzelnen:

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Mittwoch, 27. Oktober 2010
17.00-18.30 Uhr

Palast und Ratslaube – die Profanbauten

Mit dem Rückgang der Bedeutung der Kirche als Förderer und Auftraggeber nimmt der Profanbau einen ganz anderen Stellenwert ein.

Angefangen bei den Palästen in Florenz und Venedig über die Villen des Andrea Palladio lässt sich die Entwicklungslinie bis zu den deutschen Schlössern und Rathäusern verfolgen.

Wie die „Weserrenaissance“ ist auch die „Maasländische Renaissance“ nicht bloß ein Ableger der Hochkunst aus Italien. Trotz der häufig virtuos gebauten Fachwerkhäuser gibt es immer mehr Gebäude aus Stein. Aus rotem Ziegel und grauem Blaustein prägen sie in manchen Städten bis heute das Stadtbild.

Spätestens seit dem Aachener Stadtbrand ändert sich das aus dem Mittelalter stammende Stadtbild. Die unendlichen Reihen der schmalen Giebelhäuser wird fast vollständig aufgegeben. Die Räume werden höher, heller und weiter.

Kurs: VHS AD 10307

Anmeldung: www.vhs-aachen.de oder telefonisch:
0241-4792-11

VHS Aachen, Peterstraße 21-25, Forum Entgelt: 4,- €/k.E. (Abendkasse)

 

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Mittwoch, 17. November 2010, 17.00-18.30 Uhr

Grantapfelsamt und Löwentatze
- Mode und Wohnkultur

Das Aussehen der Räume und der Menschen, die darin wirkten und regierten, sind durch Bildteppiche, Glasmalereien und Tafelbilder so bekannter Maler wie Holbein oder Dürer bestens bekannt.

Traditionelle Handwerkskünste sind so hoch entwickelt, dass ein Schreiner gleichzeitig auch als Bildhauer oder Holzschnitzer wirken kann.

Die mächtigen Fassadenschränke prunken schon mit ihrer Größe. Zarteste Einlegearbeiten aus Holz oder Stein lassen sich in ihren Details oft nur unter dem Vergrößerungsglas bewundern.

War die Kleidung der niederen Schichten vor allem funktional, so bestimmte das strenge spanische Hofzeremoniell die Gewänder der  Adligen. Schwere, manchmal mit Gold und Silber gewirkte Brokate, Seiden und Samt verhüllen den Körper des Trägers fast vollständig.

Reich gefältelte und gestärkte Kragen der Männer entsprechen den zarten, an Spinnennetze erinnernden Spitzen aus Paris und Brabant.

Kurs: VHS AD 10308

Anmeldung: www.vhs-aachen.de oder telefonisch:
0241-4792-11

VHS Aachen, Peterstraße 21-25, Forum Entgelt: 4,- €/k.E. (Abendkasse)

 

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Mittwoch, 8. Dezember 2010, 17.00-18.30 Uhr

Neorenaissance des 19. Jahrhunderts

Mit dem Blick zurück entsteht etwa ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die Kunstrichtung des Historismus. Die Neorenaissance könnte als Wiedergeburt der Wiedergeburt bezeichnet werden.

In ihrer Bedeutung als „bürgerliche Baukunst“ bedient sich das Bürgertum nun der Formen, um ihrem Rathaus, ihrem Bankgebäude oder ihrem Wohnhaus eine besonderen Ausdruck zu verleihen und damit an die hohe Zeit der vom Handel der Fugger und Welser bestimmten Epoche anzuknüpfen.

Das diese Häuser entsprechend ausgestattet werden müssen, liegt auf der Hand. Die vielen Schränke, Stühle, Teller und Humpen, die hierfür gebraucht werden, wären viel zu teuer, als dass sie ein Handwerker traditionell und zeitintensiv produziert hätte.

Fast alles konnte maschinell in den Fabriken wohlfeil hergestellt werden. Die beliebige Wiederholung hat dann in der folgenden Generation dazu geführt, dass man die Dutzendware auf den Müll geworfen hat und erst heute eine neue Wertschätzung einsetzt.

Kurs: VHS AD 10309

Anmeldung: www.vhs-aachen.de oder telefonisch:
0241-4792-11

VHS Aachen, Peterstraße 21-25, Forum Entgelt: 4,- €/k.E. (Abendkasse)

 

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Am Mittwoch, 1. September 2010; 17.00-18.30 Uhr
hat stattgefunden:

Wie erkenne ich die Renaissance?

Die Renaissance ist die erste Epoche der Kunstgeschichte, in der sich die bildenden Künstler auf die Überlieferungen der Antike zurück besinnen.

In Italien steht die Wiege der Renaissance, die im Aachener Raum wegen der Verhältnisse im frühen 17. Jahrhundert, vor allen Dingen wegen der Pest und dem 30jährigen Krieg, erst wesentlich später beginnen konnte. 

Mit dem Goldenen Schnitt und der Entdeckung der Zentralperspektive verfügen die Künstler über eine immer neu zu variierende Gestaltungsweise. Kuppel und Tonnengewölbe, toskanischer Säule,  Palladiomotiv und Giebeldreieck sind Formen, die in diesem Kapitel vorgestellt werden sollen. Die in Aachen und der Umgebung entstandenen Häuser sind vor allem an ihren Fenstern zu erkennen. Statt einer Reihe von schweren Kreuzstockfenstern schmücken nun die aus trapezförmigen Keilsteinen zusammengesetzten Fensterstürze die breitgelagerten Fassaden.

 

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Am Mittwoch, 15. September 2010 hat stattgefunden:

Kuppelbau und Tempelfront -
Die Kirchenbauten


Bei Kirchenbauten der Renaissance denkt man zuerst an die großartigen Kuppeln des Doms von Florenz und der Peterskirche in Rom. Alle Entwürfe drehen sich um die Auseinandersetzung mit dem Gedanken des Zentralraums.

Bei ihren Fassadenentwürfen greifen die Baumeister wie Andrea Palladio auf den römischen Tempel zurück. Die „Redentore-Kirche“ in Venedig wird zum Vorbild für unzählige Kirchengebäude. Zusammen mit der Peterskirche und der Theresienkirche in Aachen bilden die Eupener und Würselener Pfarrkirchen eine besondere Gruppe

Ihr Erbauer, der erste namentlich bekannte Stadtbaumeister Laurenz Mefferdatis hat als erster die Baukunst „aus dem Dunkel des Mittelalters herausgeführt“.

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Mittwoch, 6. Oktober 2010 hat stattgefunden:

Fadenglas und Majolikateller – Geschirr und Kunstgewerbe

Die traditionellen Handwerkstechniken für die Herstellung von Haus- und Tafelgerät wird auf das kunstvollste weiterentwickelt. Die schlanken Siegburger Schnellen und die Bartmannkrüge aus Raeren können sich neben den vielfarbig bemalten Majolikateller behaupten.

Der Pokal ist das Schaugefäß der Stilepoche. Ob zerbrechlich als Fadenglas aus Venedig oder eher glänzend als Augsburger Ananaspokal sind die Prunkgefäße Manifest der Macht und des Reichtums seiner Besitzer geworden.

Die aus der Antike entlehnte Statuetten, die Götter oder Helden abbilden, halten Einzug in die humanistische Gelehrtenstube und dienen der Erbauung ihres Besitzers.

Kurs: VHS AD 10306

Anmeldung: www.vhs-aachen.de oder telefonisch:
0241-4792-11

VHS Aachen, Peterstraße 21-25, Forum Entgelt: 4,- €/k.E. (Abendkasse)

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  duxitineris Dr. Ing.Holger A. Dux
Schumacherstraße 6; 52062 Aachen Tel: 0241/90 20 36

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