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Vortragsreihe "Formen Sehen - Kunst Verstehen"
Baugeschichte und Design

Der Jugendstil -eine kurze Blüte
1895-1906

Sicher haben auch Sie schon einmal etwas über den Jugendstil gehört. Vielleicht sammeln sie sogar selber die schön geschwungenen Vasen oder mit farbigen Blüten verzierten Glasfenster aus dieser Zeit. Auch die typischen  Stoffmuster, Büchereinbände oder Grafiken mit Iris, Lotusblüten oder Efeuranken haben Sie schon einmal gesehen.

Doch was verbirgt sich genau hinter dem Wort Jugendstil? Und wie können Sie den Stil erkennen, wenn Sie durch eine Stadt spazieren gehen?

        1.Einführung in die Welt des Jugendstils

Auch wenn der Jugendstil heute noch sehr beliebt ist, so war er nur zwischen 1895 und 1906, also 11 Jahre lang, modern.

Ob in Wien, Darmstadt oder Brüssel: in vielen europäischen Städten entstanden imposante Gebäude, die sich bewußt von den altmodischen Bauten der Väter abhoben.

Unterscheidungsmerkmale und Details können Ihnen helfen, im Urlaub oder vor dem ererbten Möbelstück selbst zu urteilen, wann es entstanden ist.

Sehen kann man lernen, denn „Man sieht nur, was man weiß“.
                                   

 

Die vier Vorträge sollen Ihnen die bau- und kunstgeschichtliche Entwicklung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven aus der Umgebung erklären.

am Freitag, 6. März 2009, war die Einführungsveranstaltung.
                

2.Geschirr und Kunstgewerbe in der Zeit des Jugendstil

Als der Jugendstil modern war, haben Architekten nicht nur Häuser gebaut. Sie machten sich auch Gedanken, wie Haushaltsgegenstände, Porzellan, Silberwaren, Gläser und anderes aussehen könnten, ohne dafür auf die Formen der Vergangenheit zurückgreifen zu müssen. praktisch soll das Gerät sein und dann auch noch gefällig aussehen. Statt der von Maschinen produzierten hohen Stückzahlen soll die individuelle handwerkliche Fertigung im Vordergrund stehen. Doch das hat seinen Preis.

Heute bewundert man das filigrane Erscheinungsbild der zarten Vasen und Kannen. Die kostbaren, vielfach noch veredelten Materialien sind alles andere als Alltagstauglich. Vieles ist erhalten geblieben, aber eben nur in den Schausammlungen der Kunstgewerbemuseen.

hat am Freitag, 24. April 2009 stattgefunden.             

 

                    

3.Baugeschichte
– Gebauter Jugendstil aus der Region

Aufbauend auf den mehr allgemeinen Stilprinzipien soll der heutige Vortrag zeigen, daß nicht nur in Brüssel oder Wien, sondern auch in der unmittelbaren Nähe zwischen 1895 und 1910 gebaut wurde.

Die fantasievollen Formen sind hier allerdings eher ein bisschen einfacher, ein bisschen bodenständiger.

Aber die Fassaden zeigen geschwungene Fenster, tanzende Putten oder farbig glasierte Kacheln. Manches Balkongitter spricht von der qualitätsvollen Arbeit der Kunstschmiede.

Scheinbar haben die modernen Bauten aber nicht jedem gefallen und so wurde auch weiterhin neobarock und neogotisch gebaut.

hat am Freitag, 15. Mai 2009 stattgefunden.                  

 

4.Mode und Wohnkultur
in der Zeit des Jugendstils

Die vom damals so vollkommen neuen Stil begeisterten Menschen wollten in einer von A-Z gestalteten Welt Leben.

Da wird von Damen berichtet, die ihr Kleid im Farbton auf das Bild im Teesalon abstimmten. Vor dem Kamin saß man auf nicht unbedingt bequemen Sitzmöbeln, aber sie passten eben genau wie das I-Tüpfelchen zu Schränken, Tischen und Wandvertäfelungen.

Wieder sind es die Entwerfenden, die ihre gestalterischen Gedanken dem Tischler anvertrauten.

Damals bestand ein großer Bedarf an besonders ausgebildeten Kunsthandwerkern, die beispielsweise an der Kunstgewerbeschule in Aachen ausgebildet wurden.
Die Räume von damals schaut man sich immer noch bewundernd an: aber ob man heute darin wohnen möchte, mag jeder für sich selbst entscheiden.

hat am Freitag, 19. Juni 2009 stattgefunden.            

   

Zum Veranstaltungskalender

    duxitineris Dr. Ing.Holger A. Dux
 Schumacherstraße 6; 52062 Aachen Tel: 0241/90 20 36

 
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