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Vortragsreihe "Formen Sehen - Kunst Verstehen"
Baugeschichte und Design

Steinmetzkunst und Bildhauerei in der Region
-eine Entwicklungsgeschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit-

4 Vorträge im Forum der VHS Aachen, jeweils Donnerstags:
23. Februar; 15. März; 19. April und 10. Mai 2012 -jeweils 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr

nächster Vortrag: 10. Mai 2012 "Blitze, Katzen und ein wieherndes Pferd"

 



  

Schon seit der Altsteinzeit haben Menschen Steine bearbeitet und daraus Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge oder Kultbilder hergestellt.

Mit den Feuersteinfunden auf dem Lousberg gehört Aachen zu diesen steinalten Orten.

Größere und kleinere Felsbrocken, vor allem aus Blaustein, wurden zu Baumaterial verarbeitet und prägen das Erscheinungsbild vieler Gebäude in der Region.

In dieser Vortragsreihe werden in der Hauptsache die Arbeiten der Bildhauerei vorgestellt. Skulpturen, aber auch Kapitelle und Girlandenfriese haben sich trotz der Kriegsverluste in großer Zahl erhalten. Man denke nur an die Statuen an Kirchenportalen und Häuserfronten.

Für die historischen Friedhöfe schufen Steinmetze repräsentative Grabdenkmäler, die bei heute zu den Betrachter begeistern. 

Die Themen der einzelnen Vorträge sind in sich abgeschlossen. Wenn Sie sich vorab zu allen vier Veranstaltungen anmelden, beträgt die Teilnahmegebühr nur 12 €.

                                 
 



              
         

          
  


4. Blitze, Katzen und ein wieherndes Pferd

am Donnerstag, 10. Mai 2012; 17.00-19.30 Uhr

Vom Expressionismus hin zur Abstraktion

In den Jahren nach dem verlorenen Krieg fehlten die finanzkräftigen Auftraggeber, die ein Portrait in Stein meißeln ließen.

Um den Bildhauern wenigstens eine kleine Einnahmequelle zu erschließen, wurden an den Fassaden der Siedlungshäuser Steinbildnisse aufgestellt.

Es ist die große Zeit von Carl Burger und der Aachener Kunstgewerbeschule, die beispielsweise Entwürfe für das ehemalige Priesterseminar lieferten. Die jüngsten, häufig abstrakten Beispiele aus der Gegenwart sind meistens nur mit viel Fantasie zu entschlüsseln.

Die Formen haben sich, abgesehen von den zu rekonstruierenden Bauteilen, geändert. Die Arbeitsweisen und die Werkzeuge der Bildhauer sind jedoch bis heute die gleichen wie vor Hunderten von Jahren.

Kursnummer AG 10314


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1. Findling, Buckelquader und Brunnenfigur

fand am Donnerstag, 23.Februar 2012 statt

Die Arbeit des Steinmetzen 

Meißel, Fäustel, Scharriereisen und Reissnadel sind einige der Werkzeuge des Steinmetzen. Denn trotz der elektrisch oder hydraulisch betriebenen, modernen, Gerätschaften wird vieles in Handarbeit hergestellt.

Doch nicht nur die Arbeitsgeräte, sondern auch die traditionellen Handgriffe werden vorgestellt. Aus einem unregelmäßigen Bruchstein entsteht nach genau festgelegten Arbeitsgängen ein regelmäßiger Quader.

Nicht jeder Stein ist für alle Anforderung geeignet. Für ein Laubwerkkapitell oder eine Figur nimmt man beispielsweise einen leicht zu formenden Sand- oder Kalkstein.

Die Vorstellung der wichtigsten Sorten ist nützlich beim Betrachten der Fassaden und Denkmäler vor Ort.

Kursnummer AG 10311


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2. Zerbrechliche Spitzen bis in den Himmel

fand am Donnerstag, 15.März 2012 statt

Der Schmuck des Aachener Glashauses

Kaum eine Epoche der Kunst ist so reich an Bildhauerarbeiten wie die Gotik.

Die Bündelpfeiler und Wülste der Portale und die Maßwerke der Fenster sind komplizierte Gebilde, bei denen man sich bisweilen fragt, die sich ein sprödes Stück Stein in einen kühn geschwungenen Bogen formen läst.

Der Aachener Dom ist rundherum mit Statuen geschmückt.

Ob an den Strebefeilern am Chor oder auf den Konsolen der kleinere Kapellen, ungezählte Aposteln, Propheten und Engel erläutern für die Betrachter das Alte und das Neue Testament.

Kursnummer AG 10312

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3. Reitende Könige und trauernde Jungfrauen

fand am Donnerstag, 19.April 2012 statt

Die Denkmäler des Historismus

Um den Kölner Dom nach einer langen Pause endlich fertigzubauen, benötigte Ernst Friedrich Zwirner viele Fachleute.

Die in der Kölner Dombauhütte ausgebildeten Steinmetzgesellen gingen auf die Walz und haben überall im Rheinland Werkstätten gegründet.

Es entstanden nicht nur qualitativ hochwertige Grabdenkmäler mit Skulpturen, sondern auch Neubauten wie die Hauptpost.

Institutsgebäude der Technischen Hochschule und Villen wurden mit Reliefs, Friesen und Figuren geschmückt.
 

Oft sind es die individuellen Bildnisse von längst verstorbenen Zeitgenossen, die auf diese Weise für die Zukunft erhalten worden sind.

Kursnummer AG 10313

 

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  duxitineris Dr. Ing.Holger A. Dux
Schumacherstraße 6; 52062 Aachen Tel: 0241/90 20 36

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