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Studienfahrt nach Hamburg
Große Freiheit, kleines Glück

Termin war:  6. August bis 11. August 2007 
 

 






 

Hamburg, die zweitgrößte Stadt in Deutschland, reizt mit bunten Superlativen.

Überall fällt der Blick auf gigantische Baukräne. In Hamburg wird seit Generationen gebaut.

Jeder Katastrophe, ob durch Feuer, Bomben oder Hochwasser verursacht, folgt eine Phase der Erneuerung. So gibt es ein vielfältiges Architekturpanorama, auch wenn es keinen Dom aus Stein und kein Schloß aus Stuck gibt.

Um nur einige der Superlative zu benennen: Hier gibt es die älteste Börse (seit 1558), die meisten Brücken (mit 2376 mehr als Venedig und Amsterdam) und den größten Deutschen Seehafen.

Das sprichwörtliche „Tor zur weiten Welt“ scheint besonders weit aufzustehen. Denn nach Rotterdam ist Hamburg der zweitgrößte Hafen Europas und einer der zehn wichtigsten Welthäfen, was an den aufgestapelten Containern ablesbar ist.

Als jener Handel mit der Verleihung der Zollfreiheit durch Kaiser Friedrich Barbarossa im Jahr 1189 begann, ging vieles noch viel beschaulicher zu.

Das Programm für eine Woche in Hamburg ist abwechslungsreich gestaltet.

Die Altstadt mit ihren Fleeten und Kontorhäusern werden genauso unter die Lupe genommen wie die Speicherstadt mit den großen Lagerhäusern. Berühmte Reedereien ließen sich stolze Handelshäuser errichten, deren Prunkvolle Fassaden im Dialog mit dem neobarocken Turm des „Michels“ stehen.

Einen weiteren bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zur Großstadt bilden die Entwürfe von Fritz Schumacher aus den 1920er Jahren. Die damals entstandenen Häuser, wie beispielsweise das „Chilehaus“, können am besten als expressionistisch bezeichnet werden. Die virtuose Verwendung von Backsteinen begeistern noch heute das Auge des Betrachters.

Doch eine Großstadt wie Hamburg lebt auch vom Wandel.
Auf Schritt und Tritt begegnet man den zeitgenössischen Architekturvisionen. Farbig gestaltete Fassaden, Hochhauskulturen, schwungvolle Linien und mit „Flugdächern“ garnierte Geschäftshäuser. Gerade dieses gepflegte Nebeneinader von alt und neu, verleihen der Stadt an der „Wasserkante“ einen unnachahmlichen Reiz.







 










 

Das haben wir in Hamburg alles erlebt und gesehen:

Montag, 6. August 2007
Vormittags:Anreise mit der Deutschen Bahn. Nachmittags: Wall, Arkaden, Stieg und Damm. Der Hauptbahnhof ist schon atemberaubend, wenn man von einer der Brücken auf den ankommenden Zugverkehr schaut. Wie ein Riegel schiebt sich die Anlage zwischen die Altstadt und den Stadtteil St. Georg. Der unserem Hotel gegenüberliegende Riegel der Kunsthalle wirkt fast so wie die Visitenkarte der Stadt. Die in der Nähe liegende Mönckebergstraße  bildet die Hauptachse zum zentralen Rathausplatz. Gerade die „Seh“-Leute kommen hier voll auf ihre Kosten, ganz gleich, ob sie sich für die Giebel, die Brunnen oder für Schaufenster interessieren. Börse und Rathaus bilden einen Mittelpunkt der Stadt, fast so, als wären hier die Selbstverwaltung und der Handel zu Stein gewordene Akzente geworden. Von den Alsterarkaden geht’s zum Jungfernstieg. Ein genüßlicher Blick auf die Binnenalster und die im Wind flatternden Flaggen der großen Häuser am Ballindamm lassen den ersten Tag ausklingen.

Dienstag, 7. August 2007
Vormittags und Nachmittags: Schuppen und Schlote. Die  Landungsbrücken umweht ein Duft der großen weiten Welt. Wenn einer eine Reise tat, dann gings von hier los. An der Wasserkante hat man einen Blick auf die verwirrende Struktur des Hamburger Hafens mit Schloten, Kränen und Trockendogs. Das Gesicht des Hafens ändert sich laufend. Heute werden Güter fast ausschließlich in den hochtechnisierten Containerterminals umgeschlagen. Die Speicherstadt mit ihrer Burgen-Silhouette wurde 1888 eröffnet und war ein zollfreies, 16 qkm großes Warenhaus für Kaffee, Kakao, Tee, Gewürze, Teppiche und Seidenstoffe. Fast alles wurde inzwischen aufgegeben, für Lofts, Ausstellungen und andere Events. Man hat das Gefühl, dass sich die Wohnstadt langsam Richtung Wasser ausdehnt. Am Vormittag geht’s vom Elbtunnel vorbei an den historischen Museumsschiffen bis zur Speicherstadt mit ihrem Gewürzmuseum. Nach der Mittagspause gibt es eine ausgedehnte Hafenrundfahrt und einen Abstecher zum Übersichtmodell im Gebäude der alten Kraftzentrale. An der Spitze des alten Sandtorkais entsteht anstelle des ehemaligen Kaiserspeichers ein Traum von einem Gebäude, das neue Konzerthaus, die Elbphilharmonie.

Mittwoch, 8. August 2007
Vormittags: Von der Gans zum Michel. Rund um den Gänsemarkt entstanden in den letzten Jahren vornehme Passagen, durch die die Käuferscharen trockenen Fußes an den Schaufenstern entlang flanieren. Quer durch das alte, von Brandunglücken und Zerstörungen mehrfach getroffene Zentrum ziehen sich die Fleete, die Grachten von Hamburg. Die Ärmsten lebten in den sogenannten Gängen, dicht bebaute kleine Gassen, in denen es viel Elend, und nur wenig Licht gegeben hat. Ein bißchen davon, wenn auch nett herausgeputzt, ist noch in den Krameramtswohnungen erhalten geblieben. Sie liegen in unmittelbarer Nähe eines der bekanntesten Denkmäler der Stadt, im Schatten des Hamburger Michels. Nachmittags: Der steinerne Schiffsbug. Der Nachmittagsrundgang ist ein Weg von der Gegenwart in die Vergangenheit. Denn an der Trostbrücke und am Nikolaifleet liegt die Keimzelle von Hammaburg. Vorbei an der nach dem großen Stadtbrand erbauten, heute fast nur noch durch den Kirchturm zu erkennenden Nikolaikirche geht es zu den großen, imposanten Handelshäusern. Hier reiht sich das Afrikahaus mit seinen Elefanten an den Sprinkenhof und findet seinen Abschluß am weltberühmten Chilehaus. Seine Gebäudeecke ist Stein gewordene Unternehmensphilosophie und noch heute ein Vorbild für mancherlei Neubauten.

Donnerstag, 9. August 2007
Vormittags: Der Telemichel bei Planten un Bloemen. Der Tag beginnt mit einer Fahrt zum Dammtorbahnhof. Rund um den Sievekingplatz entstand in den Jahren nach der Gründung des deutschen Kaiserreichs das Justizforum.  Damals gehörten Kuppeln zu jedem öffentlichen Gebäude. Weil es jedoch keinen Palast gegeben hat, zierte man sowohl das Oberlandesgericht als auch die Musikhalle mit einem solchen barocken Gebäudeteil. All das war erst nach der Schleifung der alten Befestigungsanlagen möglich geworden. Die Wallanlagen dienen den Hamburgern heute als grüne Lunge. Die alten Bastionen nimmt eine großzügige Ringstraße ein. An ihren Rändern stehen so bedeutende Bauwerke wie das DAG-Haus, das ehemalige Gewerbehaus und das Heine´sche Wohnstift. Den markanten Endpunkt bildet das Museum für Hamburger Geschichte. Nachmittags: Geheimnisse eines Museumsbaus. Das 1909 von Fritz Schumacher errichtete Museum für Hamburger Geschichte, gehört heute zu den bedeutendsten Stadtgeschichtlichen Sammlungen. Seit 1839 trug der Verein für Hamburgische Geschichte all das zusammen, um da Leben in Hamburgs Vergangenheit zu dokumentieren. Viele Details wurden sogar in die Fassade eingebaut, die damit zu einer Art Bilderbuch geworden ist. Das Innere beeindruckt heute nicht nur durch den Einbau eines Kaufmannshauses, sondern außerdem durch den filigran mit Glas überdachten Innenhof.

Freitag, 10. August 2007
Vormittags: St. Pauli – mehr als nur die Reeperbahn. Wie eine breite Achse durchschneidet Hamburgs bekannteste Straße ein dicht besiedeltes Stadtviertel. Mit dem Heiliggeistfeld für den „Dom“ und dem Stadion des FC St. Pauli gibt es Raum für Großveranstaltungen.  Groß ist aber auch die Freiheit. Unwillkürlich denkt man an Hans  Alberts und seine Zeitgenossen. Fast jeder hat schon mal von dem  legendären, inzwischen abgerissenen Star-Club gehört. Hier feierten  die "Beatles", "The Rattles" und die "Lords" Triumphe. Vergnügen bereitet ja nicht nur der Besuch in den entsprechenden Etablissements. Seit 1798 gibt es den Spielbudenplatz. Hier gastierten die Zirkusse, man inszenierte prächtig ausgestattete Revuen, Operetten und Musicals. Tagsüber sind die einladenden, marktschreierischen Lichtspiele verblasst. Da kann man sich leichter auf die markanten Gebäude, wie die Davidswache, die Josefskirche, das Tropenkrankenhaus und die Deutsche Wetterwarte konzentrieren. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung.





  

 


 

Samstag, 11. August 2007
Wo einst die Juden Hamburgs lebten. Grindel heisst ein Stadtquartier, das nur wenige Schritte entfernt vom Dammtorbahnhof liegt. Mit der Eröffnung der Hamburger Universität im Jahr 1919 entstand hier das intellektuelle Zentrum der Stadt. Die Universität gehört heute zu den größten in Deutschland. Seit der Stadterweiterung Hamburgs im frühen 19. Jahrhundert wurde der „Grindel“ gerne von Hamburgs Juden bewohnt. Hier lebte ein Großteil der um 1933 rund 20.000 Mitglieder zählenden Gemeinschaft. Die große Synagoge bildete das Zentrum, hier gab es Kranken- und Waisenhäuser, ein Theater, Geschäfte für koschere Lebensmittel und Restaurants. In dem bekannten „Café Timpe“ trafen sich Intellektuelle wie der später mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnete Carl von Ossietzky und diskutierten die neuesten Ausgabe der Weltbühne. Auch heute hat Hamburg wieder eine große jüdische Gemeinde. Sie zählt etwa ein Viertel der Mitglieder wie vor dem zweiten Weltkrieg. Nachmittags: ging es mit dem Zug nach Aachen zurück.
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Bis auf die Museums- und Schloßbesuche war die Gruppe draußen und zu Fuß unterwegs. Der Wettergott war uns nicht ganz so hold, die Erlebnisse jedoch wogen das auf.

Leistungen; im Reisepreis war enthalten:

 - Bahnfahrt 2. Klasse Aachen – Hamburg - Aachen

 - 5 Übernachtungen  im zentral gelegenen Hotel (Einzel-/Doppelzi. m.   Dusche/WC)incl. Frühstück

 - gemeinsames Abendessen (Getränke auf eigene Rechnung) Montag  bis Freitag.

 - alle Eintrittsgelder für Museen, Führungen, Besichtigungen.

 - pro Teilnehmer eine Wochenkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel  im Bereich von Groß-Hamburg

 - sachverständige Leitung

 - die Reisegruppe umfasste 17 Personen.

Zum Veranstaltungskalender

  duxitineris Dr. Ing.Holger A. Dux
Schumacherstraße 6; 52062 Aachen Tel: 0241/90 20 36

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